Südfrankreich

Vorfreude

Noch drei Wochen...

Der Abreisetermin rückt endlich näher. Wie jedes Jahr um diese Zeit fiebere ich dem Urlaub in Südfrankreich entgegen. Südfrankreich, das mir im Lauf von Jahrzehnten zur zweiten Heimat geworden ist. Südfrankreich, das dafür verantwortlich ist, dass dieses frankophile Gen in mir angelegt wurde, seit ich zum ersten Mal im jugendlichen Alter mit meinem Bruder und meinem Vater dahin gereist bin. Mein Vater interessierte sich für alte Gemäuer, vorzugsweise römische. Mein Bruder, eher noch im Kindesalter, begeisterte sich für Paläontologisches, also die Welt der Dinosaurier, und ich konnte nicht genug von den unterirdischen Welten der Tropfsteinhöhlen kriegen. Für all diese Neigungen hat Südfrankreich jede Menge zu bieten. Wir besuchten also das römische Theater von Orange, die Ausgrabungen in Vaison-la-Romaine und den Pont du Gard. Nach einem Regenschauer buddelten wir an einem Hang irgendwo bei Simiane-la-Rotonde Ammoniten und Belemniten aus. Und schließlich durfte ich in der Nähe von Grasse erste Erfahrungen bei einer Höhlenexkursion in einer unerschlossenen Höhle sammeln. Außerdem bestaunten wir die Kletterer an den Felsen der Verdonschlucht, versauten unsere Klamotten in den Ockerfelsen bei Rustrel und holten uns einen Sonnenbrand an der Côte d’Azur. Ich habe damals schon gespürt: dieses Frankreich, das wird eine Liebe für’s Leben! Und genauso kam es: ich kann kein Jahr ohne nicht mindestens einen mehrtägigen Abstecher ins Nachbarland überstehen. Wobei ich das Elsaß gar nicht richtig mitzähle (die Elsäßer mögen mir das verzeihen!), da es ja vor unserer Haustür liegt, also quasi zur heimatlichen Regio zählt, in der man sich auf Tagesausflügen ganz selbstverständlich bewegt. Nein, was ich meine, ist das ursprüngliche Frankreich mit,- ich gebe es ja zu -, all seinen Klischees: Baguette, Wein, savoir-vivre….

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